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Home > Dolomiten > Tofane TofaneAuch dieses Jahr war das Wetter in den Nordalpen wieder instabil. Also weiter im Regen Richtung Süden. Nach dem Felbertauerntunnel (10 Euro für PKW) begrüsst mich schon die Sonne. Kurze Rast am Eingang zum Rienztal mit herrlichem Blick zu den den Drei Zinnen. Weiter über Cortina d' Ampezzo Richtung Falzaregopass. 5 km vor dem Pass gibt es einen kleinen Parkplatz (ca. 1.732m, Cian Zope), der sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Tofanen eignet. 2 km vor diesem Parkplatz gibt es auch die Möglichkeit mit dem PKW direkt bis zum Rifugio A. Dibona auf 2.083m zu fahren! Im Laufe des Aufstiegs zum Rifugio Pomedes sehe ich, dass davon auch sehr viele Gebrauch davon machen.Erstaunlicherweise ist auf dem Rifugio Pomedes wenig los. Gerade einmal 10 Übernachtungsgäste finden sich ein. Auf der Hütte ist es kalt (Innentemperatur gerade einmal 17 Grad). Früh verschwinde ich im wärmenden Schlafsack. Vom Gipfel der Tofana de Mezzo genießt man eine traumhafte Aussicht. Leider trüben einige Wolken den Blick nach allen Seiten. Eindrucksvoll blickt man auf die mächtige Tofana di Rozes im Südwesten. Rechts davon erkenne ich bereits mein Tagesziel, das Rifugio Lagazuoi. Erstaunlicherweise ist auf der Tofana de Mezzo wenig los, immerhin führt bis wenig Meter unterhalb des Gipfels die Seilbahn von Cortina d' Ampezzo. Der Weiterweg auf die Tofana III (auch Tofana de Dentro genannt) bietet sich an. In der Annahme, der Klettersteig führt am Grat entlang, lasse ich mich vom eingezäuntem, breiten Fußweg fehlleiten und verpasse den Einstieg zur Ferrata Tofana di Dentro in die westliche Wand. Der Gipfel ist inzwischen in Wolken und ich suche 25 Minuten nach dem richtigen Weg. Auf einem kontinuierlich abwärts führenden Band (mit bester Seilversicherung) geht es zügig zum Sattel und im Gegenanstieg auf den Gipfel der Tofana III. Und wie sieht der Weiterweg aus? Nach Norden über die Biwakschachtel Barraca degli Alpini (2.922m) wäre möglich aber man landet dann automatisch auf der Ostseite. Ich will aber nach Westen. Es bleibt daher nur Rückweg zum Sattel zwischen Tofana III und Tofanne di Mezzo. In der Karte ist lediglich eine Spur eingezeichnet, also kein offizieller Weg. Im losen Schotter geht es steil bergab. Absolute Trittsicherheit ist erforderlich! Trittspuren und gelegentlich Steinmänner zeigen den Weg bis zur Forc. Vallon. Jetzt gilt es, ein sehr steiles Geröllfeld abzusteigen. Teilweise kann man im Schotter auch "abfahren" und kommt damit schnell voran. Auf den Rifugio Giussani tummeln sich Menschenmassen. Immerhin ist es August und die Italiener zieht es ebenfalls in die Dolomiten (ein Großteil aber nur zu Tagestouren). 6,5 Stunden reine Geh-/Kletterzeit habe ich schon hinter mir, eigentlich genug für den Tag. Die vielen Menschen schockieren mich allerdings und ich beschließe, noch bis zum Rifugio Lagazuoi weiterzugehen, wohlwissend, dass ich noch einige Stunden vor mir habe. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an: südlich um die Tafana di Rozes herum oder nördlich über den Via Ferrata Scala del Menighel absteigen. Ich entscheide mich für die dritte Alternative: nach Westen zum Punkt Tre Dita und über den Via Ferrata G. Lipella zur Forc. Col dei Bos. Obwohl es schon recht spät ist, kommt es immer wieder zu Wartezeiten bei Gegenverkehr im Klettersteig. Spät treffe ich nach mehr als 10 Stunden reine Gehzeit am Rifugio Lagazuoi ein. Die traumhaft gelegene Hütte bietet ein 360° Panorama der Luxusklasse. ![]() Gehzeiten
Hinweise:
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